Meister-BAföG


Info-Film zum Aufstiegsförderungsgesetz: Meister-BAföG

Wer kann „Meister-BAföG" bekommen?
Fachkräfte, die sich auf einen Fortbildungsabschluss zum/zur Industriemeister/in, Fachwirt/in, Fachkaufmann/frau und Betriebswirt/in oder eine vergleichbare Qualifikation vorbereiten und die über eine nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung oder einen vergleichbaren Berufsabschluss verfügen, können die Aufstiegsförderung beantragen.


Wie sieht die Förderung beim „Meister-BAföG" aus?

Gefördert werden Teilzeit- und Vollzeitmaßnahmen, die fachlich gezielt  auf öffentlich-rechtliche Prüfungen nach dem BBiG oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten. Die Maßnahme muss einen Mindeststundenumfang von 400 Unterrichtsstunden umfassen. Als Förderung gibt es den sog. Maßnahmebeitrag. Dieser wird einkommens- und  vermögensunabhängig gewährt. Er besteht aus einem Beitrag zu den Lehrgangs-  und Prüfungsgebühren und einem Beitrag zu den Kosten des Prüfungsstücks. Bei Vollzeitmaßnahmen kann ein Beitrag zum Lebensunterhalt gewährt werden. Dieser wird einkommens- und vermögensabhängig geleistet.


Wie hoch ist die Förderung? 
Der Maßnahmebeitrag beträgt bis zu 10.226 Euro (ab August 2016 15.000 Euro). Der Zuschussanteil hierauf beträgt 30,5 Prozent (ab August 2016 40 Prozent). Für den Rest kann ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch genommen werden. Bei Vollzeitmaßnahmen wird einkommens- und vermögensabhängig ein Beitrag zum Lebensunterhalt geleistet und zwar bis zur individuellen Bedarfssatzhöhe. Der Unterhaltsbedarf besteht aus einer Zuschuss- und einer Darlehenskomponente. Bestehen Geförderte die Abschlussprüfung der Aufstiegsfortbildungs-maßnahme, werden Ihnen auf Antrag 25 Prozent des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens (ab August 2016 40 Prozent) für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen.


Gibt es eine Altersgrenze?
Nein, die Förderung wird altersunabhängig geleistet.


Wer gewährt die Darlehen und zu welchen Konditionen?
Die Darlehen des „Meister-BAföG“ werden bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt und von ihr gewährt. Die Darlehen sind während der Fortbildung und einer anschließenden Karenzzeit insgesamt bis zu sechs Jahren zins- und tilgungsfrei. In dieser Zeit trägt der Staat die Zinsen. Das Darlehen ist nach Ablauf der Karenzzeit innerhalb von zehn Jahren mit monatlichen Raten von mindestens 128 Euro zu tilgen.


Wo und bis wann muss der Antrag gestellt werden?
Förderanträge sind an die zuständigen Stellen zu richten. Die zuständigen Stellen sind in der Regel die kommunalen Ämter für Ausbildungsförderung bei den Kreisen und kreisfreien Städten an Ihrem ständigen Wohnsitz. Dort erhalten Sie auch  die Antragsformulare. Der Antrag sollte vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, denn die Förderung mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt von Beginn
des Monats an, in dem mit dem Unterricht tatsächlich begonnen wird, frühestens  jedoch vom Beginn des Antragsmonats an. Der Unterhaltsbeitrag kann nicht  rückwirkend geleistet werden. Der Maßnahmebeitrag muss spätestens bis zum Ende der Maßnahme (letzter Unterrichtstag), bei mehreren in sich selbstständigen Abschnitten bis zum Ende des jeweiligen Maßnahmeabschnitts beantragt werden.


Nähere Informationen
zu den Förderungsvoraussetzungen, zur Förderungshöhe, zu den zuständigen Stellen, die Sie gezielt beraten, zu den Antragsformularen, u.v.m. erhalten Sie unter www.meister-bafoeg.info oder der gebührenfreien Hotline unter 0800 62236345.